Energieausweis - bessere Information zu Nebenkosten

Die Energieeinsparverordnung - kurz ENEV - ist die Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden. Die seit 2002 bestehende Verordnung wurden 2007 erweitert und der Energieausweis wurde schrittweise eingeführt. Jeder Gebäudeeigentümer, der eine Wohnung neu vermietet oder verkauft, muss seit dem 01.01.2009 einen Gebäude- Energieausweis nachweisen.

Welche Informationen bietet der Energiepass und wie hoch sind die Kosten?

Über die Höhe der Kosten für die Erstellung des Ausweises gibt es keine Vorgaben. Er richtet sich nach dem Gebäudetyp, der Größe des Gebäudes und der Art des Ausweises. Hierbei wird unterschieden zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis. Ersterer wird auf der Grundlage der energetischen Qualität von Gebäudehülle und haustechnischen Anlagen ermittelt. Beim Verbrauchsausweis wird auf Grundlage der letzten drei Abrechnungsperioden ein Energieverbrauchkennwert errechnet. Während beim Neubau und bei unsanierten Wohngebäuden nur Bedarfsausweise zulässig sind, haben Eigentümer grundsätzlich die Wahlfreiheit zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis.

Welche Vorteile bietet der Ausweis?

Mit Hilfe der Angaben im Energiepass lassen sich Aussagen über die energetische Qualität des Gebäudes treffen und die Höhe der zukünftigen Energiekosten abschätzen. Auf diesem Wege hat ein Immobilieninteressent vor Abschluss eines Kauf- bzw. Mietvertrags die Möglichkeit, sich über den energetischen Standard der Wohnung oder des Hauses zu informieren und die Immobilie energetisch zu bewerten. Mit Hilfe der Angaben aus dem Energieausweis kann der Neueigentümer oder -mieter leichter entscheiden, welche weiteren Investitionen zur Energieeinsparung und Wärmedämmung sinnvoll sind.

Die Gebäudesanierung

Da der größte Teil des Energiebedarfs eines privaten Haushalts auf das Heizen der Wohnräume entfällt, sollte zunächst eine Gebäudesanierung angestrebt werden. Der erste Schritt, Heizkosten zu senken besteht in der Dämmung von Fassade, Dach und Keller. Durch den Einbau moderner dreifach- wärmeschutzverglaster Fenster können die Wärmeverluste halbiert werden. Bei einem beheizten Dachgeschoss sollten die Dachschrägen gedämmt sein, während bei einem unbeheizten Abstellspeicher die oberste Geschossdecke gedämmt werden sollte. Die Dämmung der Kellerdecke ist sehr preiswert und sollte auf der Unterseite der Kellerdecke liegen.

Erneuerbare Energien

Entscheiden sich Hauseigentümer für die Nutzung erneuerbarer Energien, so kann beispielsweise mit Solaranlagen ein erster Schritt in diese Richtung getan werden. In der Solartechnik wird zwischen der Photovoltaik und der Solarthermie unterschieden. Unter Photovoltaik ist die Umwandlung der Sonnenstrahlung in elektrische Energie zu verstehen. Das Erneuerbare- Energien- Gesetz regelt die bevorzugte Einspeisung in das öffentliche Stromnetz und garantiert feste Einspeisevergütungen für die Stromlieferanten. Dagegen wird bei der Solarthermie die Strahlungsenergie dazu genutzt, Wasser zu erwärmen und dies für die Nutzung als Heizungswasser oder Brauchwasser bereit zustellen. Die Solarthermie führt dazu, dass über das Jahr gesehen 60 Prozent des Warmwasserbedarfs gedeckt wird.

Eine weitere Möglichkeit zur Nutzung regenerativer Energien ist die Wärmepumpe. Wärmepumpen werden in der Heizungs- und Lüftungstechnik eingesetzt, nutzten Umweltenergien aus dem Wasser, der Luft, aber auch Erdwärme aus dem Erdreich und heben diese auf ein verwertbares, höheres Temperaturniveau an. Neben der direkten Nutzung der Erdwärme zum Heizen, kann sie auch zur Erzeugung elektrischen Stroms genutzt werden.

Eine alternative Möglichkeit auf regenerative Energien zurückzugreifen, ist die Pelletheizung. Hierbei werden in einem Heizkessel kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl verfeuert. Pellets gehören zur Biomasse und sind ein CO2 neutraler Brennstoff, Das heißt, Pellets geben nur soviel CO2 bei der Verbrennung frei, wie der Rohstoff Holz in seiner Wachstumsphase an CO2 gebunden hat. Die Holzspäne und das Sägemehl sind Abfallprodukte aus holzverarbeitenden Betrieben.

Fazit:

All diese Maßnahmen und Investitionen werten die Immobilie auf und senken die Nebenkosten für Eigentümer und Mieter. Sie setzen den Energiebedarf des Gebäudes herab und verbessern die Kennzahl im Gebäudeenergieausweis. Die Höhe der zukünftigen Energiekosten lässt sich für Vermieter und Mieter leicht abschätzen und bringt Transparenz in die Abrechnung der Nebenkosten. Diese Sicherheit und Transparenz im Umgang mit den bislang nicht fest bezifferbaren Kosten, erleichtert die Vermietung von Immobilien.

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