
December 5, 2009 09:04 by
IFR
Die Zinsen für Immobilienfinanzierungen sind derzeit wieder recht günstig, wenn auch nicht so günstig, wie es der aktuelle Leitzins glauben machen könnte. Trotzdem muss davon ausgegangen werden, dass die Zinsen nicht viel weiter nach unten gehen, sondern eher wohl wieder steigen werden. Gut, wenn jetzt die eigene Zinsbindung ausläuft, oder aber zur Risikominimierung gleich auf Darlehen mit verschiedener Zinsbindung gesetzt wurde.
Zinsbindung - Anschlussfinanzierung
Geht die Periode der Zinsbindung zu Ende, so kann man sich um eine Anschlussfinanzierung kümmern. Erste Angebote sollte man bereits 3-6 Monate vor dem Ende der Zinsbindung einholen, um einen eventuellen Wechsel des Kreditinstituts zu organisieren, oder aber mehr Zeit für Verhandlungen mit der Hausbank zu haben. Diese melden sich erst kurz vor Ablauf der Zinsbindung und bieten eine Anschlussfinanzierung mit unterschiedlicher Zinsbindung – nicht unbedingt zum Schnäppchenpreis an. Denn sie setzen bei der Anschlussfinanzierung darauf, dass der Kunde das Ende der Zinsbindung nicht im Auge hatte und dann für einen schnellen Wechsel zu träge ist. Bei einer Anschlussfinanzierung sollte gleich wieder darauf geachtet, nicht den ganzen Betrag auf eine Zinsbindung zu setzen.
Forward-Darlehen
Ist man nicht in der glücklichen Lage, dass die Zinsbindung bald abläuft, so kann man trotzdem bereits aktiv werden. Das Stichwort heißt hier Forward-Darlehen. Bei einem Forwarddarlehen kann man sich einen günstigen Zinssatz für eine Anschlussfinanzierung mit günstiger Zinsbindung „sichern“. So ein Forward-Darlehen ist natürlich nicht umsonst, sondern den günstigen Zinssatz für die Anschlussfinanzierung erkauft man sich mit einem Zinsaufschlag. Mit einem Forward-Darlehen kann man sich einen Zinssatz für die Anschlussfinanzierung bis zu 5 Jahre lang sichern. Je länger die Forward Periode des Forwarddarlehen, desto höher fällt natürlich der Zinsaufschlag aus.
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